27. Januar 2010

Literarisch-musikalisches Programm zum 35. Todestag von Mascha Kaléko

Mascha Kaléko wollte wie Erich Kästner, Kurt Tucholsky oder Hans-Joachim Ringelnatz, mit denen sie immer wieder verglichen wurde, keine feingeistige Literatur für Wenige schreiben, sondern eine zugängliche, unverkrampfte „Gebrauchspoesie" im besten Sinne - aus dem Alltag für den Alltag, keck, gegenwartsnah, voller Ironie und doch voller Gefühl.

Mit ihrem unverwechselbaren Ton zählt sie zu den prominentesten Dichterinnen des 20. Jahrhunderts. Der Philosoph Martin Heidegger schrieb ihr nach Erscheinen ihres Lyrischen Stenogrammhefts 1933: „Ihr Stenogrammheft zeigt, dass Sie alles wissen, was Sterblichen zu wissen gegeben ist."

Mascha Kaléko, 1907 als Tochter jüdischer Eltern in Galizien geboren, fand in den zwanziger Jahren Anschluss an die literarische Szene in Berlin und hatte bis 1933 mit dem „Lyrischen Stenogrammheft" ihren ersten großen Erfolg. 1938 emigrierte sie in die USA und siedelte von dort 1959 nach Israel über. Sie starb am 21. Januar 1975 in Zürich.

"Früh schon gefiel mir das Anderswo" lautet der Titel für den heutigen literarisch-musikalischen Abend mit der Schauspielerin Angelika Neutschel, die Gedichte von Mascha Kaléko liest, und von Irene Wittermann mit musikalischen Zwischenspielen am Piano gegleitet wird.

Mittwoch, 27. Januar 2010, 19.30 Uhr
Café Sibylle, Karl-Marx-Allee 72, 10243 Berlin (U5 Strausberger Platz/Weberwiese)
Eintritt: 6 €/erm. 3 €
Tel.: 030 613904-10 (HVD) oder 030 29352203 (Café Sibylle)

Foto: DLA Marbach