30. März 2010

Lesung mit Jutta Voigt

Im Osten geht die Sonne auf. Berichte aus anderen Zeiten

Zehn Jahre vor und zehn Jahre nach der Wende. Ein zeitloser Blick auf ein Land im Umbruch.

Die Texte, mit denen dieses Buch beginnt, beschreiben Szenen aus der Endzeit der DDR und wurden von den damaligen Lesern als sehr realitätsnah, von den Funktionären allerdings eher als subversiv empfunden, zumal so gut wie nie das Wort Sozialismus darin vorkommt. Die Texte nach 1989 sind Oden an die Freude und Elegien des Abschieds, Beschreibungen der atemlosen Anpassung an ein fremdes Leben. Variationen des Themas fliegender Wechsel, mit dem die Bürger der ehemaligen DDR konfrontiert waren.

Mit feuilletonistischem Blick betrachtet die Autorin zahllose Veränderungen im Alltag der Ostdeutschen. Abseits der großen politischen Umbrüche und ohne Sentimentalität gewährt sie sensible Einblicke in das Gefühlsleben der Menschen.

Jutta Voigt, Jahrgang 1941, Studium der Philosophie an der Humboldt-Universität, Redakteurin, Filmkritikerin, Reporterin, Essayistin und Kolumnistin bei den Wochenzeitungen „Sonntag", „Freitag", „Wochenpost" und "Die Woche".

Mittwoch, 31. März 2010, 19.30 Uhr
Café Sibylle, Karl-Marx-Allee 72, 10243 Berlin-Friedrichshain
U5 Strausberger Platz/Weberwiese

Karten: 6,- € / erm. 3,- €
Tel.: 030 613904-10 (HVD) / 030 29352203 (Café Sibylle) / Abendkasse