11. Februar 2010

Anekdoten eines Tatort-Assistenten

Derzeit ist überall zu hören und zu lesen, ältere Menschen gehen auf Grund der vereisten oder schlecht geräumten Wege kaum noch aus dem Haus. Entgegen diesen Meldungen blieb beim Treffen der Regionalgruppe Hellersdorf/Marzahn des HVD Berlin kein Stuhl frei. Es herrschte großer Andrang, denn wann kann man schon mal einen so bekannten Schauspieler wie den Tatort-Assistenten Ernst-Georg Schwill kennenlernen und live erleben?


Mit Witz und Scharm erzählte Schwill so manche Anekdote aus seinem Leben und las aus seinem Buch „Is doch keene Frage nich" vor. Geschichten aus seiner Kindheit wechselten sich mit Erfahrungsberichten aus seiner Sturm- und Drangzeit in der DDR ab. Viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich an die eigenen Erlebnisse erinnern.

Schwill wagte sich aber auch an komplexe Themen, ohne dabei Respekt und Humor aus den Augen zu verlieren. So bedankte sich eine Teilnehmerin spontan bei Herrn Schwill für die humorige Aufarbeitung der schweren Zeit der Nachkriegsgeneration.

Zwei Stunden lang amüsierte Schwill die circa 70 Gäste mit seinen Geschichten zum Schmunzeln. Die Lachmuskeln wurden in dieser lebendigen Lesung nur wenig geschont, der Applaus am Ende der Veranstaltung war groß. Es war ein Vergnügen.

Die sehr persönliche und angenehme Atmosphäre bei der Lesung machte den ohnehin schon sehr beliebten Schauspieler, der heute mit 70 Jahren noch immer vor der Kamera steht, nur noch sympathischer.