10. Dezember 2009

Afghanistan – Ein Land zwischen Krieg und Frieden

Ausstellung mit Fotografien von Sascha Oliver Rusch

Der Journalist Sascha Oliver Rusch ist als Entwicklungshilfeberater der Europäischen Kommission und der Vereinten Nationen tätig. In den vergangenen Jahren lebte und arbeitete er in Afghanistan, China, Moldawien, im Kosovo, in der Türkei und der Ukraine.

Seine Karriere als Journalist begann 1992 als Lokalreporter der Berliner Morgenpost. Anschließend volontierte er bei den Pro Sieben Nachrichten. In den folgenden Jah-ren war er erst Fernsehreporter, dann Nachrichtenmoderator der SAT.1 Nachrichten. Von 2002 bis 2004 moderierte Rusch das ZDF-Gesundheitsmagazin PRAXIS.

Seine Liebe zur Fotografie entdeckte Sascha Rusch schon als Kind. In seinen Auf-nahmen geht es ihm nicht nur darum, ästhetische Ansprüche umzusetzen, sondern auch den Charakter von Menschen und deren Lebenssituationen zu erfassen. Dies machen insbesondere seine Afghanistan-Bilder deutlich. Als er 2008 zum ersten Mal in Kabul arbeitete, eroberte das Land sein Herz. 2009 verbrachte er fast ein halbes Jahr in Afghanistan. "Die meisten Menschen hier sind von einer Herzlichkeit, die wärmt. Ich leide mit den Menschen, meinen Freunden, die es verdient haben, in Frieden zu leben und eine Zukunft zu haben." Während seines letzten Aufenthalts wurde das Hotel, in dem er lebte, von einer Autobombe getroffen. Wie durch ein Wunder wurde keiner der Angestellten oder Gäste verletzt. "Aber es starben sieben Menschen in unserer Straße, die ich zum Teil vom täglichen Sehen und Grüßen kannte", sagte Sascha Oliver Rusch.

Die in der Ausstellung zu sehenden Bilder sind zum größten Teil im Panjschir Tal aufgenommen, das 150 Kilometer nördlich von Kabul in der Nähe der Hindukusch-Region liegt. Das Tal war lange Zeit das Zentrum des afghanischen Widerstandes gegen die russische Besetzung. Von den Kämpfen zeugen heute noch die Überreste hunderter Panzer, Lastwagen und Geschütze. Einige Aufnahmen stammen aus Ista-lif, einem Dorf an der Straße nach Mazar-i-Sharif. Das Dorf war von Taliban zerstört worden, jetzt arbeiten die Menschen wieder als Töpfer und Händler.

Ausstellungseröffnung
Donnerstag, 14. Januar 2010, 18 Uhr

Wallstraße 65, 2. Etage, 10179 Berlin-Mitte
Tel.: 030 613904-10

Sascha Rusch ist anwesend und wird über seine Erfahrungen und Erlebnisse berichten. Darüber hinaus läuft ein Flim, der während seiner Afghanistanaufenthalte ent-standen ist.

Die Ausstellung ist zu sehen bis 9. April 2010
Montag bis Freitag 9-16 Uhr (während der Geschäftszeit)