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130 Jahre Jüdischer Friedhof Berlin-Weißensee - Auf dem Weg zum Weltkulturerbe

7. September 2010

Fotografien von Michael Reinfeldt

Der Jüdische Friedhof in Weißensee ist mit 115.000 Grabstellen der flächengrößte erhaltene jüdische Friedhof Europas. Er steht unter Denkmalschutz und soll für die Aufnahme als UNESCO-Weltkulturerbe eine Nominierung erhalten. Deshalb werden meterhohe Grabanlagen aufwendig restauriert.

Eine von der UNESCO gestellte Forderung für die Welterbeliste ist eine vollständige Bestandsaufnahme. Der Berliner Klein-, Film-, und Videokunst e. V. möchte mit der fotografischen Dokumentation der Grabanlagen dazu einen Beitrag leisten. Die Fotografien von Michael Reinfeldt gehen jedoch über die systematische Erfassung der Bausubstanz weit hinaus und vermitteln einen stimmungsvollen Eindruck des Ensembles aus Architektur, Kunsthandwerk und Gartenbau.

1880 wurde der Friedhof, Beth ha Chajim, wörtlich „Haus des ewigen Lebens", von der Jüdischen Gemeinde Berlin angelegt. Hier sind nicht nur viele bedeutende Persönlichkeiten begraben, der Friedhof ist auch Zeugnis jüdisch-deutscher Geschichte.

Zur Vernissage am 7. Oktober 2010 um 17 Uhr (HVD-Geschäftsstelle, Wallstraße 65, 2. Etage, 10179 Berlin) werden neben den Fotografien auch kurze Filme über den Friedhof gezeigt.

Michael Reinfeldt, geboren 1953 in Berlin, arbeitete als Kameraassistent und Filmfotograf erst in verschiedensten Produktionen der DEFA, später bei der Staatlichen Filmdokumentation. Nach der Wende arbeitete er für private Fernsehsender und in geförderten Projekten der Kulturfabrik Köpenick und des Fördervereins für Klein, Film und Videokunst e.V.

Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 28.Januar 2011, Mo bis Fr 9-16 Uhr (während der Geschäftszeit).